Als wir die Begriffe Andalusien und Südspanien hörten, dachten wir eigentlich an Meer, Sonne, Hitze, maurische Städte und natürlich weiße Pferde.
Doch Andalusien hat so viel mehr zu bieten und als Bergsportlabel haben wir für euch das Hinterland erkundet – eine Tour von Bergkette zu Bergkette. Oder besser gesagt: Von Sierra zu Sierra.
Die Sierra de Espuna
OK, die Sierra de Espuna zählt rein geografisch noch nicht zu Andalusien. Sie befindet sich noch der Region Murcia. Doch für uns war sie eine erkenntnisreicher Startpunkt eines bergigen Ausflugs nach Südspanien. Denn dies war unser erster Stopp und mitunter einer der Schönsten. Der kleine Parque Natural hat vor allem für Bike Enthusiasten einiges zu bieten und wir haben ihn drei Tage mit den Gravel-Bikes, aber auch auf dem MTB erkundet. Und da erst kapiert, wie wahnsinnig bergig & grün das Hinterland Südspanien ist.
Zwischendurch müssen wir natürlich auch immer etwas arbeiten. Deswegen bieten sich Stopps an schönen Plätzen für mehrere Tage an. So können wir Pakete bei UPS einsammeln, die neuen Muster ausgiebig begutachten und auch unsere täglichen Arbeiten gut abhaken. In der Sierra de Espuna gab es einen perfekt gelegenen kleinen Campingplatz, der als Ausgangspunkt zum Biken, aber eben auch fürs Arbeiten genau richtig war.
Die Sierra Nevada
Sporttechnisch gesehen, mussten wir die Sierra Nevada auf Grund des Wetters leider etwas außen vor lassen. Aber wir erkannten, dass es im Hinterland Spaniens in den kleinen, kleinen Dörfern oftmals „gratis Stellplätze“ gibt. Mit Frischwasser-Anschluss und toller Aussicht. So haben wir drei Tage in dem kleinen Örtchen Juviles in den Alpujarras verbracht. Die Alpujarras sind die “Vorberge” der Sierra Nevada und im April – unserer Reisezeit – eine gute Alternative zu den noch schneebedeckten Riesen dahinter.
Das Örtchen Juviles bietet für Vegetarier eigentlich – nichts. Es ist eines jener Bergdörfer, in den noch traditionell Schinken geräuchert wird. Der bekannte spanische Jamon. Wir haben natürlich trotzdem die lokale Gastronomie unterstützt, waren ein bisschen Berglaufen und haben ausgiebig gearbeitet – was man halt bei Schlechtwetter so macht.😂🍻
Die Sierra de Malaga und die umliegenden Berge
Malaga – eine der großen Städte Südspaniens, direkt am Meer und reich an Kultur und Geschichte. Wir nutzen als Standort einen kleinen Stellplatz etwas im Hinterland, von welchem wir bequem mit den Fahrrädern die Innenstadt erreichen, aber genau so schnell auf den Bike Trails im Hinterland sind. Die perfekte Kombination für einen gelungenen “City Trip”.
Und wen seine Fahrt dann weiter Richtung Norden führt, der entdeckt noch zahlreiche kleine Berge und Tourenoptionen, etwas abseits des Trubels. Auf dem Weg in die Sierra de Grazalema halten wir für einen Mittags-Stop in Pizarra. Eines dieser weißen spanischen Dörfer, die es im Süden überall gibt, direkt am Fuße des El Santo. Die perfekte Gelegenheit für eine kleine Wanderung und eine Mittags-Tortilla.
Die Sierra de Grazalema
Der letzte größere Stopp unserer Reise durch die Sierras ist Cortes de la Frontera. Ein kleiner Ort in den Bergen, zwischen der Sierra de Grazalema und der Sierra de Ronda. Mit einem perfekten, gratis Stellplatz am Ort und Wanderwegen, die direkt im Ortskern starten
Um noch ein bisschen mehr von der Sierra zu erkunden, erwandern wir dann auch noch den Pico Albarracin auf der gegenüberliegenden Seite des Parque Natural. Startpunkt ist das Dörfchen El Bosque. Und mit etwas Glück ist an dem von uns gewählten Tag auch noch ein andalusisches Fest, und damit eine Pferdevorführung und Modenschau. So ist auch der kulturelle Teil abgehakt.
Insgesamt hatte sich unsere Südspanienreise etwas anders entwickelt als ursprünglich gedacht. Anstelle von viel Sonne und Meer, gab es teilweise eiskalte Nächte und dann doch viel viel mehr Berge als gedacht. Aber das Hinterland hat auf jeden Fall für Bergsportler Einiges zu bieten und ist vor allem eine schöne Möglichkeit den Touristenströmen zu entkommen und viele spanische Bergerlebnisse zu sammeln.
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