Manchmal läufts und manchmal eben nicht. 

 

Anlass für Holgers kurzen Trip nach Portugal war eine etwas unerwartete Meldung von unser Agentur für den Bereich Jeans und Denim. Unsere kleine, sehr liebgewonnene „ein Frau Firma“ hat mitgeteilt, dass sie das Gewerbe aus familiären Gründen auflöst. Und somit unsere bereits länger geplanten Jeans nicht wie angedacht produziert werden. 

 

Für uns bedeutet das, dass wir einen vertrauensvollen Partner verlieren und es wohl nicht bis Weihnachten schaffen werden eine neue Jeans rauszubringen.

Da wir in der Regel auf das Glück vertrauen, sind wir trotz allem guter Dinge und nun in Portugal unterwegs um einen neuen Produzenten für unsere Jeans zu finden. Und das Glück ist uns hold: An Tag „Eins“ unseres Portugal-Aufenthalts findet die größte Messe rund um das Thema Textil mitten in Porto statt. Den Tipp, die Messe zu besuchen, bekamen wir von einem unserer portugiesischen Stofflieferanten. 

Die Messe selbst kann perfekt genutzt werden um „sich kennen zu lernen“. Sowohl Produzenten, als auch Stofflieferanten sind vor Ort. In Portugal ist es nochmals wichtiger den persönlichen Kontakt herzustellen, daher ist eine Messe der ideale Treffpunkt um neue Kontakte zu knüpfen. Nicht nur wir müssen herausfinden, ob ein Hersteller zu uns passt, auch die Hersteller tasten sich auf der Messe vor und prüfen ob man zu ihrer Firma passt.

Wirklich entscheidend sind allerdings die drei Tage im Anschluss der Messe. Wir haben uns die Tage mit Terminen vollgepackt und sind alle Firmen, die für uns Frage kamen, einmal angefahren. 

Wir waren in großen Firmen mit ganzen Teams für Design und Kommunikation und in einigen kleinen Nähereien, familiär, etwas chaotischer, aber mit Potential und Charakter.

Schlussendlich haben wir drei neue Partner gefunden: Eine kleine Näherei für unsere Jeans. Eine  Gürtelmanufaktur, die sich seit 25 Jahren dem Thema Leder widmet. Und ein hoch technisiertes Unternehmen, das alle schweren Stoffe nähen, kleben und lasern kann. 

Den Sommer noch im Kopf haben wir in Gedanken die langen Tage noch abgespeichert und können uns eigentlich nicht vorstellen, dass wir in die Dunkelheit kommen werden. Aber gleichzeitig haben wir mal wohlwissend, dass man sich derzeit leicht verschätzt, zwei Stirnlampen eingepackt.

Die Klettertour ist etwas alpin angehaucht - erst schlägt man sich weglos durch einen steilen Wald und Schrofen hinauf zum Einstieg durch. Das ist sehr typisch für den Zustieg zu einer Mehrseillängen Tour und wie immer istman nicht sicher, ob man hier überhaupt richtig ist, bis man den Standhaken samt Reepschnur aufblitzen sieht.

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