Schön gemütlich habe ich mir das vorgestellt – draussen in der Abendsonne zu sitzen und „schnell“ noch die alten Seile zu etwas Nützlichem zu verarbeiten. Schon vor ein paar Jahren hatte ich die Flechtanleitung von Edelrid auf deren Homepage entdeckt und damals einen Seilteppich als Geschenk gemacht. Das Brett und die Nägel, die dafür benötigt werden, hatte ich aufgehoben und nun etwas angestaubt vom Dachboden geholt.

 

 Im Grunde ist es sehr einfach, die alten Hallenseile zu verarbeiten. Man druckt sich einmal die Flechtanleitung aus und klebt diese auf ein Brett. An den dafür vorgesehenen Stellen schlägt man Nägel ein und liest sich nochmals kurz die Anleitung durch, um zu wissen wo man oben und unten durch muss und was dieses „Inside“ bedeutet. Alle Infos, die ihr benötigt findet ihr hier: https://www.edelrid.de/de/sports/wissen/seilteppich.php

Der Tipp, das Seil vorher zu waschen ist auf jeden Fall sinnvoll – man will ja nicht unbedingt den ganzen jahrealten Staub verarbeiten. Wenn man aber wie beschrieben ein 40 Meter Seil nutzt, muss man entweder SEHR geduldig sein oder das ganze als meditative Aufgabe sehen. Mein gemütliches in der Sonne sitzen hat auf Grund der Seillänge so geendet, dass irgendwann die Sonne weg und der Teppich nur halb fertig war 🙂 Deswegen würde ich euch auf jeden Fall raten, das Seil zu halbieren, um den Prozess etwas zu vereinfachen. 

Ich warte nun auf den nächsten sonnigen Tag, um Teppich 1 fertig zu stellen und Teppich 2 zu beginnen.

Den Sommer noch im Kopf haben wir in Gedanken die langen Tage noch abgespeichert und können uns eigentlich nicht vorstellen, dass wir in die Dunkelheit kommen werden. Aber gleichzeitig haben wir mal wohlwissend, dass man sich derzeit leicht verschätzt, zwei Stirnlampen eingepackt.

Die Klettertour ist etwas alpin angehaucht - erst schlägt man sich weglos durch einen steilen Wald und Schrofen hinauf zum Einstieg durch. Das ist sehr typisch für den Zustieg zu einer Mehrseillängen Tour und wie immer istman nicht sicher, ob man hier überhaupt richtig ist, bis man den Standhaken samt Reepschnur aufblitzen sieht.

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