Das Freizeitleben in Barcelona spielt sich definitiv am Tibidabo ab – dem 512 Meter hohen Hausberg der spanischen Metropole. An einem Sonn- oder Feiertag ist dieser aussichtsreiche Berg viel besucht, von Wanderern, Rennradlern, Touristen und auch dem ein oder anderen Mountainbiker.


Radfahren hat in Barcelona auf jeden Fall einen gewissen Stellenwert. An allen großen Straßen finden sich separate Radwege mit eigener Ampelschaltung, an den kleineren Straßen gibt es oft geschützte Streifen und viele der engen Altstadt-Einbahnstraßen sind für Radfahrer frei gegeben. Die Anfahrt quer durch die Stadt ist somit sicher zu bewältigen und man fühlt sich gleich richtig gut aufgehoben und willkommen.
Leicht ansteigend radelt man durch Alleen, vorbei an Triumphbögen, sieht bereits das ein oder andere Gaudi-Gebäude. Sightseeing ganz nach unserem Geschmack. Schnell ist die Sagrada Familia und der Parc Guell abgehakt und man kann sich den wichtigeren Dingen zuwenden.

Am Fuße des Berges angekommen hat man bereits die ersten Höhenmeter hinter sich. Rundum ein Ausblick vom feinsten: City und Meer im Rücken, die Wälder und den Gipfel des Tibidabo direkt im Visier, radeln wir sehr gemütlich bergauf. Alles wirkt sehr mediterran, die Luft ist auch jetzt, Ende Dezember, schön warm und ganz Barcelona scheint an diesem 25. Dezember einen Ausflug zum Tibidabo zu machen.
Bereits beim Aufstieg sieht man immer wieder Mountainbiker aus dem Wald kommen – auf engen, teilweise steinigen aber auch flowigen Trails durch die trockenen Steineichenwälder. Wie immer ist es ein bunter Mix, schnelle Jungs mit Full Face Helmen schießen aus dem Wald, gefolgt von einer versierten Cross-Country Fahrerin. Buntes Stadtleben eben.


Am Gipfel des Tibidabos befindet sich, typisch südländisch, eine große Kirche sowie ein Vergnügungspark. Wir werfen nur einen kurzen Blick von außen auf die Kirche und radeln schnell weiter zum Traileinstieg. Zu viel Sightseeing ist dann doch nicht unsere Welt. Unsere Abfahrtsvariante beginnt mit einem flowigen, wenn auch steinigen Singletrack durch die dichten Wälder, mündet kurzzeitig in einen breiten, aber trotzdem spassigen Hohlweg und führt uns schließlich in zahlreichen engen Kurven mit Stadt- und Meerblick bis zum Fuße des Berges zurück.



In den Wäldern rund um den Tibidabo könnte man wahrscheinlich Tage verbringen. Da Weihnachten ist und wir auch noch ein bisschen etwas von der Stadt sehen wollen, rollen wir gemütlich wieder zurück zu unserem Hotel. Der Vorteil der bereits am Hinweg zurück gelegten Höhenmeter bis zum eigentlichen „Berganstieg“ ist, dass wir in Rekordzeit wieder beim Hotel ankommen – ohne wirklich treten zu müssen. Bevor wir dann in die Stadt los ziehen, um noch Tapas zu essen, geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen auf der Dachterasse des Hotels und können von dort sogar genau zum Tibidabo sehen.


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